Buchcovergestaltung für kleines Geld?

Für Autoren, die selbst keine Cover gestalten können (oder deren Ansprüche höher sind als ihr Talent) und die sich keinen Designer leisten können/wollen, gibt es auf "The Digital Reader" eine Liste mit Anbietern, mit deren Hilfe man angeblich "spektakuläre" Buchcover erstellen kann.
Die Beispiele sind zum Teil gerade noch annehmbar, zu einem großen Teil aber auch nur als abschreckendes Beispiel nützlich (z.B. CoverFactory, die "Samples" könnten geradezu lustig sein, wenn sie nicht ernst gemeint wären).

Unter dem Stichwort "premade book covers" findet sich ebenfalls ein reicher Fundus an "fertigen" Buchcovern, die auf diversen Plattformen zum Verkauf angeboten werden, hier werden dann nur noch die persönlichen Anpassungen wie Autorenname und Titel eingebaut. Neben einigen rühmlichen Ausnahmen erkennt man diese Cover allerdings meist auch schon von Weitem, es gibt eine Handvoll verschiedener Typen von Stilen (meist abhängig vom Genre, z.B. Romance oder Science Fiction), innerhalb dieser Sparte sehen sich die einzelnen Cover dann immer wieder sehr ähnlich. Zum Teil gibt es verschiedene Cover mit beinahe (oder tatsächlich) identischen Fotos, nur die Schriftgestaltung variiert zum Teil - möchte man das Foto exklusiv haben, steigt der Preis.

Meiner Meinung nach geht allerdings nichts über ein maßgefertigtes Cover, das von einem Designer erstellt wurde, der sich mit dem Inhalt des Buches auseinandergesetzt hat, um zu verstehen, worum es geht und um dieses Wissen in das Cover mit einfließen lassen zu können. Das kostet natürlich, aber wer als Self Publisher professionell auftreten möchte, sollte nicht am ersten Eindruck sparen, den jeder Leser vom Buch unweigerlich über das Cover bekommt, sonst wird dieser schnell von einem billig aussehenden Cover auf den Inhalt schließen.

Kommentare

  1. Ich hab damit nur als Leserin Erfahrungen gemacht und ich überprüfe nicht bei jedem Buch, wer es gestaltet hat, aber ich stimme dir nicht zu. Von "Canva" habe ich viel Gutes gehört und ich hab Autoren gesehen, die ihre Cover selbst machen - das kann gut funktionieren. Von Vorteil ist es, wenn man ein Gespür für Grafik hat, aber selbst aus einem Premade-Cover kann man wahrscheinlich noch einiges herausholen, um es individueller zu gestalten. Ich denke nicht, dass es umbedingt ein Cover vom Designer sein muss.

    Übrigens gibt es sogar Verlagsbücher mit ähnlichen Cover-Fotos.

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    1. Dass es auch Verlage gibt, deren Cover wie die von den Premade-Plattformen aussehen, ist völlig klar. Wenn der Inhalt (nur) das hergibt und es den Lesern gefällt, ist das natürlich auch in Ordnung - meist gefallen mir diese Cover nur nicht.
      Und natürlich muss es kein Designer sein, meiner Meinung nach ist allerdings eine Maßanfertigung in den meisten Fällen eben genau das: einfach passender.

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    2. Aus Autoren-Sicht kann ich verstehen, dass man das Buch als Gesamtes schön haben will. Als Leser ist das Cover jedoch nur der Köder, der Klappentext die Zutatenliste und die Leseprobe ein Test-Häppchen. Wenn der Klappentext stimmt und das Buch gut ist, überprüfe ich nicht das Cover auf Stimmigkeit. Obwohl es ein wichtiger Faktor ist. Trotzdem steht am Ende der Text im Vordergrund.

      Wie würden Cover aussehen, wenn sie den WIRKLICHEN Inhalt des Buches widerspiegeln würden :-)

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