Mittwoch, 11. Januar 2017

Zitatsammlung III

Weitere Zitate über Bücher und das Lesen, hier gesammelt, damit nichts verloren geht. (Teil 1, Teil 2)


"Lesen ist für den Geist, was Gymnastik für den Körper ist."
- Joseph Addison

"To read is to fly: it is to soar to a point of vantage which gives a view over wide terrains of history, human variety, ideas, shared experience and the fruits of many inquiries."
- Anthony C. Grayling

"Es ist idiotisch, sieben oder acht Monate an einem Roman zu schreiben, wenn man in jedem Buchladen für zwei Dollar einen kaufen kann."
- Mark Twain

"Ein Wort, ein Buch, ein Autor sind nichts als einzelne Wassertropfen. Alle zusammen ergeben den Strom, der alles hinwegreist und den keine Kraft zurückfließen lassen kann."
- Adalbert de Chamisso

"Heutzutage machen drei Pointen und eine Lüge einen Schriftsteller."
- Lichtenberg

"Nichts ist verächtlicher, als wenn Literaten Literaten Literaten nennen."
- Kurt Tucholsky

"Ein guter Roman verrät uns die Wahrheit über den Romanhelden. Ein schlechter Roman verrät uns die Wahrheit über den Romanautor."
- Chesterton

"Beim Lesen guter Bücher wächst die Seele empor."
- Voltaire

"Auch den Möbelpackern sind Leute, die Bücher lesen, zuwider. Aber sie haben wenigstens einen guten Grund dafür."
- Gabriel Laub

"Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt."
- Arabisches Sprichwort

"Demjenigen, der zu lesen versteht, wird das Buch in der Regel weit mehr von dem inneren Leben des Autors enthüllen, als es irgendwelche erklärende Äußerungen aus seinem Munde vermöchten."
- Georg Brandes

"In Bibliotheken fühlt man sich wie in der Gegenwart eines großen Kapitals, das geräuschlos unberechenbare Zinsen spendet."
- Johann Wolfgang von Goethe

"Bücher sind nicht Denkmäler der Vergangenheit, sondern Waffe der Gegenwart."
- Heinrich Laube

"Zu verlangen, daß einer alles, was er je gelesen, behalten hätte, ist wie verlangen, daß er alles, was er je gegessen hätte, noch in sich trüge. Er hat von diesem leiblich, von jenem geistig gelebt und ist dadurch geworden, was er ist."
- Arthur Schopenhauer

"Je mehr sich unsere Bekanntschaft mit guten Büchern vergrößert, desto geringer wird der Kreis von Menschen, an deren Umgang wir Geschmack finden."
- Ludwig Feuerbach

"Lieber barfuß als ohne Buch." ("Betra er berfættum en bókarlausum að vera")
- Sprichwort aus Island

"Bücher sind Bienen, die lebenzeugenden Blütenstaub von einem Geist zum andern tragen."
- James Russell Lowell

"Vielen wahren Büchern geht es wie den Goldklumpen in Irland. Sie dienen lange Jahre nur als Gewichte."
- Novalis

"Der Kritiker ist Botaniker. Ich bin Gärtner."
- Jules Renard

"Der Mensch sollte lesen, wozu es ihn gerade treibt; was er nur aus Pflichtgefühl liest, wird ihm wenig nützen."
-Francois de la Rochefoucauld

Donnerstag, 5. Januar 2017

Restauration alter Bücher

Bei alten und kaputten Büchern ist nicht jegliche Hoffnung verloren: Der Japaner Nobuo Okano ist Meister im Restaurieren alter Bücher und schenkt ihnen neues Leben.

Vorher / Nachher:


Der gesamte Prozess mit allen Arbeitsschritten ist hier im Video zu sehen, eine Bilderstrecke mit Screenshots aus dem Video gibt es an dieser Stelle:


s. auch die Seiten der "Buchklinik".

Freitag, 30. Dezember 2016

Jahreshighlights 2016

Hier die Highlights der in diesem Jahr gelesenen und warm empfohlenen Bücher, sortiert nach Nachnamen der Autoren. Die vollständige Liste meiner Empfehlungen befindet sich hier.

Das nebenstehende Bild wurde auf dem Kölner Melaten-Friedhof aufgenommen.
"Und die Seele, unbewacht,
Will in freien Flügen schweben,
Um im Zauberkreis der Nacht
Tief und tausendfach zu Leben."
Aus dem Gedicht "Beim Schlafengehen" von Hermann Hesse


  • Nelson Algren - Das letzte Karussell
  • John Banville - Im Lichte der Vergangenheit
  • James Dickey - Flußfahrt
  • F. Scott Fitzgerald - Junger Mann aus reichem Haus
  • Graham Greene - Der stille Amerikaner
  • Daniel Keyes - Blumen für Algernon
  • Ralf König - Jago
  • Siegfried Lenz - Deutschstunde
  • H.P. Lovecraft - Der silberne Schlüssel
  • H.P. Lovecraft - Chronik des Cthulhu-Mythos II
  • Cormac McCarthy - Der Feldhüter
  • Cormac McCarthy - Die Abendröte im Westen
  • Alan Paton - Denn sie sollen getröstet werden
  • Erich Maria Remarque - Im Westen nichts Neues
  • Philip Roth - Die Demütigung
  • Philip Roth - Amerikanisches Idyll
  • Helge Schneider - Orang Utan Klaus
  • John Steinbeck - Der Mond ging unter
  • John Steinbeck - Tortilla Flat
  • August Strindberg - Die Inselbauern
  • John Updike - Hasenherz
  • John Updike - Unter dem Astronautenmond
  • John Wyndham - Es geschah am Tage X...

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Oscar Wilde: To define is to limit


Das vollständige Zitat:
"- What of Art?
- It is a malady.
- Love?
- An Illusion.
- Religion?
- The fashionable substitute for Belief.
- You are a sceptic.
- Never! Scepticism is the beginning of Faith.
- What are you?
- To define is to limit."

Freitag, 23. Dezember 2016

Achtung: Diskriminierung!

Einige Artikel, die in letzter Zeit die Runde in der (nicht nur digitalen) Welt machen, lassen den Leser zum Teil erstaunt zurück. Kaum zu glauben, was dort berichtet wird, vieles mutet an wie eine Satire, leider ist das, was man zum Thema Diskriminierung und Political Correctness liest, genau das nicht. Hier gibt es einen ausführlichen Artikel über die "Hexenjagd am Campus", es ist von Trigger-Warnungen die Rede und von "Cultural Appropriation". Verwundert erfährt man dort, dass Studenten diszipliniert wurden, "weil sie Mini-Sombreros zu einer Tequila-Party getragen hatten". Ernsthaft? Mich würde interessieren, wie hoch der Anteil der im Karneval getragenen Kostüme ist, den man bei konsequenter Anwendung dieses Unsinns schlichtweg verbieten müsste.
Und es geht weiter. Wer bei der Meldung "Händeklatschen ist verpönt, damit der Einarmige nicht diskriminiert wird" weder den Kopf schüttelt, noch in Lachen ausbricht, weil einem angesichts dieser falsch verstandenen Korrektheit und Vermeidung vermeintlicher Diskriminierung nichts mehr einfällt, für den gibt es einige weiterführende Ideen: Wie wäre es, wenn niemand mehr zu Fuß ginge? Es könnten sich Gehbehinderte diskriminiert fühlen! Warum nicht den Satz "Hör mal" verbieten oder "Guck mal", schließlich gibt es Taube und Blinde! Am besten bleiben wir alle direkt zu Hause, auf die Gefahr hin, dass sich dann einige Obdachlose diskriminiert fühlen.

Um eins klarzustellen: Diskriminierung findet statt, täglich und überall, und jedes Mal ist einmal zuviel. Wenn man sich einmal dem Risiko aussetzt, sich morgens in der Straßenbahn nicht die Ohren mit Musik zu verstopfen, sondern stattdessen eine Strichliste darüber führt, wie oft man die Begriffe "schwul", "behindert" und "Spasti" hören wird, bekommt vielleicht einen Eindruck davon, wie weit verbreitet Diskriminierung tatsächlich ist. Denn die genannten Begriffe sind per se erst einmal keine Beleidigungen, aber ihre Verwendung als solche macht sie zu etwas viel üblerem, nämlich zur Diskriminierung!
Wenn man sich dann einmal die Mühe macht (ich habe es ausprobiert), diejenigen, die diese Begriffe als Beleidigung benutzen, danach zu fragen, was denn alltägliche Ärgernisse mit sexueller Präferenz sowie geistiger oder körperlicher Behinderung zu tun haben, erntet schnell Unverständnis. Hakt man dann noch nach und erkundigt sich danach, ob derjenige denn z.B. überhaupt weiß, was ein Spastiker ist, herrscht Schweigen im Walde.

Genau gegen diese Dinge gilt es vorzugehen, das wird allerdings doppelt schwer, wenn Medien mitziehen und einem Umstände als Diskriminierung verkaufen, die eben das nicht sind. So geschehen bei einer Folge des "Jenke Experiments" (s. hier), bei dem der sich "Fernsehreporter" nennende Jenke von Wilmsdorff als Objekt von Experimenten hergibt, in diesem Fall "Anorexie". Das ist leidlich interessant und wenig überraschend, übel wird es erst in einem Mini-Beitrag am Schluss der Folge, als sich von Wilmsdorff in einen "fat suit" stecken und schminken lässt, um als Schwergewicht auszuprobieren, was ihm im Alltag so passiert.
Die Ergebnisse bis hin zur Beleidigung waren zu erwarten, nicht aber von Wilmsdorffs Idiotie, als er in ein Bekleidungsgeschäft geht und von der Verkäuferin auf die Frage nach passender Kleidung für ihn darauf hingewiesen wird, sie würden leider nichts in seiner Größe führen. Vernünftige Aussage, freundlich, bedauernd, beinahe entschuldigend. Soweit, so gut. Aus dem Off kommt dann allerdings der Kommentar "Ich fühle mich diskriminiert".
Wie bitte? In ein Bekleidungsgeschäft zu gehen, das ganz offensichtlich nur normalgroße Kleidung führt, und zu erwarten, dass man dort eine Hose für einen 250kg-Mann erstehen kann, hat nichts mit Diskriminierung zu tun, sondern lediglich mit Dummheit! Wenn ich in ein Geschäft für Babysachen gehe und bekomme dort keinen Zweireiher für Erwachsene, wenn ich als Vegetarier zum Metzger gehe und frage erfolglos nach einem Tofu-Schnitzel, werde ich dann diskriminiert? Nein!
Zur Erinnerung: Die Verkäuferin hat nicht gesagt: "Hau ab, fette Schweine wie du werden hier nicht bedient!", sondern ihn freundlich auf seine falsche Annahme hingewiesen, dass sie ihm etwas verkaufen könnte, was ihm passt. Das Etikett, das Stimmungsmacher von Wilmsdorff unter dem Deckmantel einer Reportage dieser Situation allerdings aufdrückt, schlägt in die gleiche dämliche Kerbe wie verpöntes Händeklatschen zum vermeintlichen Schutz eines Einarmigen.

Noch einmal: Geht gegen Diskriminierung vor, tut etwas dagegen, stellt Leute zur Rede, konfrontiert sie mit ihrer Dummheit! Aber: Stellt euch auch gegen den aktuellen Rundumschlag, der in vorauseilendem Gehorsam alles geißelt und sofort mit der Diskriminierungs-Peitsche ausholt, wo es um etwas ganz anderes geht!

Werte bilden nicht nur Worte, sondern auch umgekehrt, das sollte man sich nicht nur als Schriftsteller immer wieder vorhalten.

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Literaturstraße

"Literatur gegen Verkehr": Für eine Nacht wurde eine Straße in Toronto mit 10.000 Büchern "belegt".



Die Bücher waren beleuchtet und konnten von den Zuschauern mitgenommen werden.


Mehr Bilder und Informationen über die Aktion hier.

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Ein-Sterne-Bewertungen für Klassiker

Auf der Tumblr-Seite "One-Star Book Reviews" gibt es eine Sammlung von teilweise grandiosen Ein-Sterne-Bewertungen (hauptsächlich) zu Klassikern.

Einige Beispiele:

William Faulkner - Absalom, Absalom!
"Too many words. Just look at the title, it’s twice as long as it needs to be."

Fjodor Dostojewski - Der Idiot
"The most Russian thing I have ever read"

Edward Gibbon - Verfall und Untergang des Römischen Reiches
"Maybe the Romans read it and got so bored that they decided to dissolve their empire."

John Steinbeck - Jenseits von Eden
"Recommended to me by someone I thought I could trust."

Henry James - Bildnis einer Dame
"Judging by the way he writes his female characters, Henry James either was never actually exposed to women, or the ones he met were given lobotomies at age 7."

Louise Erdrich - Das Haus des Windes
"was probably written before the invention of fun."

Sophokles - Antigone
"I didnt like it due to it not interesting me."

William Golding - Herr der Fliegen
"If this book was a horse, I would shoot it!"

Anna Sewell - Black Beauty
"Boring as hell. Horses don’t do shit."

Sonntag, 4. Dezember 2016

Preisaktion zu "Unmenschen" und erste Rezensionen

Ohne besonderen Anlass gibt es eine Preisaktion zu meinem Roman "Unmenschen": Das eBook ist für kurze Zeit (z.B. über amazon, aber auch direkt bei epubli) für 0,99€ zu haben.

Und damit dieser Post nicht nur die Länge einer Meldung auf Twitter hat, hier noch einige Stimmen zum Buch aus den ersten Rezensionen:

  • "Dieses Buch ist wunderbar geschrieben!"
  • "Jedes Wort ist mit bedacht, Liebe gewählt."
  • "Unglaublich stark, wahr, echt, überzeugend und zerbrechlich wie das Leben selbst."
  • "Ein tolles Buch."
  • "Das Ende kommt überraschend und drastisch."
  • "Auch das zweite Buch von Jan Holmes hat mich voll und ganz überzeugt. Ein sehr gutes Buch!"
  • "Unmenschen ist für mich das beste Buch des Jahres."
  • "Ich hoffe noch viel von dem Autor zu lesen und denke, er hat ein ganz großes Talent Menschen zu beschreiben."
  • "Ich fand es wirklich gut, dass der Autor sehr viel über die Gefühlswelten und die Gedanken seiner Charaktere preisgegeben hat."
  • "Das Buch zu lesen war ein Genuss. Es wäre ein Verlust gewesen, es nicht zu lesen."

Dienstag, 29. November 2016

Kafka-Skulptur von David Černý

Diese bewegliche Kafka-Skulptur "K on Sun" steht in Prag und wurde geschaffen vom tschechischen Bildhauer David Černý.


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