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Einflüsse und Vorbilder

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Eine beliebte Frage in Interviews oder Biografien von Autoren ist immer die nach den Einflüssen. "Was hat Sie und Ihren Stil beeinflusst?" möchte da jemand wissen, dann folgt zumeist eine Liste von Autoren oder deren Bücher, die ich mir oft und gerne ansehe und womit ich mich dann beschäftige, wenn das Werk des Interviewten mir gefällt. Auf diese Art und Weise habe ich schon etliche Autoren kennen gelernt, die ich fortan zu meinen Favoriten zählte.
Eine Antwort auf die Frage ist aber insgesamt eher schwierig oder mindestens müßig, denn ich bin davon überzeugt, dass jedes Buch den Leser beeinflusst, sei es positiv, negativ oder nur durch das Erzeugen von Gleichgültigkeit, so dass man als Autor z.B. weiß, was und wie man nicht schreiben möchte.
Schwieriger als die Frage nach dem Einfluss ist die nach Vorbildern, zumindest für mich, da ein Vorbild immer etwas ist, dem man in gewisser Weise auch nacheifert, und das hat für einen Autoren stets auch etwas mit Kopieren oder zumind…

Das Theorem der endlos tippenden Affen

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von hier, zum Theorem gibt es hier mehr Informationen

Bookfighting

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Auch ein Weg, alte Bücher zu entsorgen, ich halte mich da lieber an andere Möglichkeiten.

Das einzige, was ich diesem Quatsch (lies: Aktionskunst) abgewinnen kann, ist das Zitat "Ein Buch kann gefährlich sein" ("un livre ça peut être dangereux"), ich würde das allerdings eher auf den Inhalt beziehen.

Art should comfort the disturbed and disturb the comfortable

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Über die Herkunft des Zitats herrscht Uneinigkeit, zumeist wird es Cesar A. Cruz zugeschrieben, mit dem Zusatz "art" verweisen einige auf Banksy, in der ursprünglichen Formulierung "Comfort the afflicted, and afflict the comfortable" wird Finley Dunne als Urheber genannt.
Wer auch immer es gesagt hat, diese Illustration ist toll:


gefunden hier

Büchertausch? Och, gerade nicht, danke.

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"Ich wünsche mir ein paar Leute/Likes für einen kleinen Büchertausch."
Nein, nicht ich, aber die Nachricht mit diesem Inhalt wird seit einigen Monaten (wieder) massenweise auf Facebook verbreitet und beginnt meist mit dem oben angeführten Satz mehr oder weniger variiert.
Dann geht es irgendwann so weiter: "Du musst nur ein einziges Buch versenden und wirst mehrere Bücher zurückbekommen." Und an dieser Stelle scheint der gesunde Menschenverstand schlichtweg seinen Dienst zu verweigern. Warum? Wahrscheinlich ist es die pure Gier, wenig zu geben und viel zu bekommen, ich weiß es nicht.
Spiele dieser Art gibt es schon seit Jahrzehnten, geblieben ist aber die Tatsache, dass sie schlichtweg nicht funktionieren, was man schnell herausbekommt, wenn man im Internet "Kettenbrief", "Schnellballsystem" oder "Pyramidenspiel" sucht. Wohl nicht schnell genug, denn ebenfalls geblieben ist ganz offensichtlich die Leichtgläubigkeit, dass es eben doch f…

Guck nicht so!

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gesehen in Köln
Wegen Rückfragen: Der Beobachter aus dem Hintergrund ist auf einem früheren Plakat abgebildet, der Wind hat nach Regen das aufgeweichte Plakat, das darüber geklebt wurde, aufgeklappt.

Büchereien der Zukunft

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Ein Cartoon von Tom Gauld.

Bücher, die man bei Kälte lesen muss (tatsächlich)

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Jedes Jahr erfrieren Obdachlose im Winter. Um auf dieses Problem und die "Unsichtbarkeit" der Betroffenen aufmerksam zu machen, hat die gemeinnützige Kapuziner-Stiftung (Fundacja Kapucynska) ein ungewöhnliches Projekt umgesetzt: Das Buch "Unsichtbar" (zobacz niewidzialnych) enthält Geschichten, Gedichte, Essays und Gedanken von Obdachlosen, die die Suppenküche der Stiftung besuchten. Wenn man es aber öffnet, sieht man zunächst nur leere Seiten, denn das Buch kann nur unter den Umständen gelesen werden, unter denen die enthaltenen Texte entstanden, man muss sich die Texte "verdienen", indem man sich in die Lage der Autoren begibt: Die Schrift wird erst sichtbar, wenn man sich mit dem Buch ins Kalte begibt, weniger als Null Grad müssen es sein.

Auch die Aufmachung passt zum Thema: Das Cover des Buches besteht aus rauem Karton und Collagen aus Papierschnipseln, die aus dem Müll stammen könnten.


Sämtliche Einnahmen aus dem Verkauf kommen der Suppenküche der …